Duales Lernen an der Bröndby-Oberschule in Praxislerngruppen

  • Unsere Schule bietet für Schülerinnen und Schülern, die aufgrund der im 8. Jahrgang erbrachten schulischen Leistungen voraussichtlich keinen Schulabschluss erreichen werden, die besondere Organisationsform des Dualen Lernens in Praxislerngruppen.
  • Der Besuch einer Praxislerngruppe öffnet einen praxisorientierten Zugang zur Bildung. Die praktische Tätigkeit in Werkstätten motiviert die Schülerinnen und Schüler, den Schulunterricht stärker als bisher abschlussorientiert zu betrachten und Leistungsbereitschaft für das Erreichen eines Schulabschlusses als Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang in eine Duale Ausbildung zu zeigen.

In Praxislerngruppen findet in den Jahrgangsstufen 9 und 10 ein Teil des Lernens mit verstärktem Praxisanteil an drei Tagen in der Woche an außerschulischen oder schulischen Lernorten statt. Die Schülerinnen und Schüler sind an diesen Tagen in Praxisprojekten tätig, in denen sie berufsfeldspezifische Basisqualifikationen erwerben. Die praktische Tätigkeit beinhaltet auch die Vermittlung von spezifischen beruflichen Theoriekenntnissen. Dieses Konzept schärft bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für die Relevanz der Kenntnis auch theoretischer Inhalte.

An den beiden verbleibenden Schultagen in der Woche wird den Schülerinnen und Schüler am Lernort Schule ein an deren Leistungs- und Erfahrungsniveau angepasstes Theoriewissen vermittelt.

Für den Praxisanteil stehen zwei Angebote zur Wahl:

  1. Ausbildungsunterricht in den Werkstätten der Helmut Ziegner Berufsbildung gGmbH (HZBB)

  2. Ausbildungsunterricht in den Werkstätten des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD)

In den Praxislerngruppen können - wie auch im Regelunterricht – die Schulabschlüsse Berufsbildungsreife, Erweiterte Berufsbildungsreife bzw. Mittlerer Schulabschluss (MSA) erreicht werden.

 

Unsere Partner

 

 

1. Die Helmut Ziegner Berufsbildungs gGmbH und der Werkhof Zehlendorf sind anerkannte Träger  der Jugendberufshilfe.

Als Bildungsdienstleister haben sie vorrangig die Aufgabe junge Menschen in handwerklich-technischen und gewerblichen Berufen auszubilden. Insbesondere Menschen mit besonderem Förderbedarf werden unterstützt eine geeignete Ausbildung zu finden.


Diese Berufsfelder werden in der Praxislerngruppe angeboten:

Metallbau/-technik, Kosmetik/ Körperpflege, Garten-/ Landschaftsbau, Wirtschaft/ Verwaltung, Farbe/ Raumgestaltung, Gastronomie, Tischlerei, Trockenbau, Elektrotechnik,  Schilder- / Lichtreklameherstellung, Kfz - Technik, Fahrzeuglackierung, Lager/ Handel, Gesundheit/ Soziales.

Weitere Angebote

Potenzialanalyse, berufsbezogene schulische Kompetenzfeststellung, Bewerbungstraining, Verhaltenstraining, Dokumentation im Berichtsheft, Führung des Berufswahlpasses, Einsatz von Förderlehrerinnen und Förderlehrern für die berufsbezogenen theoretischen Anteile im Praxislernen (entsprechend der geltenden Curricula in Absprache mit den schulischen Lehrkräften und Vorbereitung der Vergleichsarbeiten/ Prüfungen), Einsatz individueller Bildungscoaches, Übergangsmanagement in der Ausbildung.

 

2. Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD)

  • In den Praxislerngruppen sind Schüler/innen, die sich im 9. oder 10. Schulbesuchsjahr der Sekundarschule befinden. Sie erhalten die Möglichkeit ihren Schulabschluss zu erreichen und absolvieren zugleich eine 2-jährige Berufsorientierung.
  • Die Schüler/innen besuchen an 2 Tagen pro Woche den Unterricht in der Sekundarschule und eignen sich an 3 Tagen pro Woche in den Werkstätten des CJD Berlin Kenntnisse und Fertigkeiten in einem Berufsfeld an. Die Praxislerngruppen folgen dem Modell des „Dualen Lernens“ und werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Zielsetzung

  • Motivationsschub bei Schüler/innen durch neue, praxisbezogene Lernsituationen in Werkstätten.
  • Schulabschluss: Berufsbildungsreife mit zusätzlichen Zertifikaten über berufsfeldorientierte Grundqualifikationen.
  • Erwerb berufsfeldorientierter Grundqualifikationen in einem Berufsfeld und Ausbildungsfähigkeit.
  • Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf.

Zielgruppe

Schüler/innen der teilnehmenden Schulen, die im 9. oder 10. Schulbesuchsjahr sind und

  • ihre Schulleistungen verbessern möchten.
  • sich in einer kleinen Lerngruppe auf einen Schulabschluss vorbereiten möchten,
  • praktische und handwerkliche Fähigkeiten erlernen möchten,
  • sich auf eine Ausbildung vorbereiten möchten,
  • eine Beratung und Unterstützung durch Sozialpädagogen annehmen möchten.

Berufsfelder

Fahrradtechnik, Farb- und Raumgestaltung, Friseur / Körperpflege, Gastronomie/ Verwaltung, Gesundheit/ Soziales, Holztechnik, Metall-/ Haustechnik, Schneiderei

Lernorte:

  • Schule: an zwei Tagen pro Woche 16 Unterrichtsstunden (die Unterrichtsfächer entsprechen der Sekundarstufe I / Ausführungsvorschrift - Duales Lernen").
  • Berufliches Bildungszentrum (BBZ): an drei Tagen pro Woche praktischer Unterricht in Werkstätten, Orientierungsphase in drei Berufsfeldern, Erwerb fachlicher Basisqualifikationen in einem gewählten, Berufsfeld (Zertifikat mit Beurteilung), Betriebspraktika und Arbeitserprobungen, Erlebnispädagogische Projekte, Sozialpädagogische Betreuung.

Heiko Mursch
Projektleiter Praxislerngruppen

CJD Berlin
Berufliches Bildungszentrum Mitte
Sickingenstr. 20-28
10553 Berlin
Telefon (030) 790 901 13/15/59

praxisklasse@cjd-berlin.de
www.cjd-berlin.de

Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands, gemeinnütziger e.V. (CJD), Vereinsregister Berlin Nr. 30118 B
Geschäftsführender Vorstand: Pfarrer Matthias Dargel (Sprecher) - Hans-Wolf Freiherr von Schleinitz
Das CJD bietet jährlich 150.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen.Sie werden von 8.000 Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision "Keiner darf verloren gehen!"