Schule ohne Rassimus

Projekttag 2017

Workshop Plakatgestaltung


 

„Wer bin ich und wer macht mich dazu?“

Rollenbilder – Selbstbildnisse – sexuelle Identifikation

 

Auswertung der qualitativen und quantitativen Umfrage der Schülerschaft

(Mittel- und Oberstufe) der Bröndby-Oberschule im Rahmen des Workshops

 

Ein sensibles Thema erarbeiteten fleißig 22 Teilnehmer*innen der Oberstufe, indem sie anhand von Assoziationen ihre eigenen Rollenbilder reflektierten. Im Zuge dessen wurde das eigene Denken bewusst gemacht und hinterfragt, so dass der Sinn oder Unsinn der Vorurteile erfasst wurde. Wenn es ein „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ in Zukunft nicht mehr geben wird, erfolgt automatisch ein Umdenken in der Gesellschaft. Das dauert sicherlich seine Zeit. Genau das galt es in der kurzen Umfrage herauszufinden.

            Trotz weiterer interessanter Workshops und vielfältigen Angebote zum Projekttag schafften es spontan 140 Schüler*innen, an der Umfrage teilzunehmen. Laut Umfrage ist ein sogenanntes Klischeedenken vor allem, aber nicht ausschließlich, im Alter von 11-14 Jahren zu erkennen. Dabei ist jedoch zu unterscheiden, dass Jungen in diesem Alter weniger klischeehaft, also rollenkonform, sind als die Mädchen, die noch zunehmend eine traditionellere Frauenvorstellung haben.

In dem 15./16. Lebensjahr wird die Männerrolle von den Schülern durch deutliche Charakterzuweisungen klar definiert, während nun die Mädchen die traditionelle Frauenrolle stärker hinterfragen und sich einen eigenen Weg suchen.

Ab einem Alter von 17 Jahren treten weniger traditionelle Rollenverständnisse auf und das Klischeedenken verringert sich.

            Im Gesamten ist dies ein wünschenswertes Ergebnis, das sich in der Schülerschaft widerspiegelt. Es braucht natürlich noch seine Zeit, aber wir sind auf dem besten Weg, Menschen in all ihrer Vielfalt zu schätzen und Rollenvorstellungen abzubauen. Das individuelle Selbstverständnis, die eigene Wahrnehmung, das Einfinden in der Familie, im Freundeskreis, in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt etc. verlangen eine hohe Toleranz gegenüber allem Neuen, Fremden oder Ungewohntem. Für Diskriminierung ist kein Platz mehr!


 

Exkursion ins SchwuZ