Count-Down bis zum Schuljahresende...

Wir haben es geschafft! Nach der offiziellen Sanierung der Fußböden in den Holz- und Metallwerkstatträumen packten alle Kolleg*innen mit ihren Schüler*innen an und halfen bei der Wiedereinrichtung. Alle Räume wurden neu gestrichen und anschließend gründlich geputzt. Bevor die ausgelagerten Schränke, Werkzeuge und Maschinen endgültig ihren Platz erhalten konnten, mussten diese erstmal ordentlich gesäubert und neu sortiert werden. Bei 6 großen Räumen keine leichte Aufgabe. Wir bedanken uns ganz besonders bei unserem Werkstattmeister Herrn Sauer, ohne ihn hätten unsere Ferien sehr viel später angefangen, denn wir wollten unbedingt zu Beginn des neuen Schuljahres fertig sein. Alle freuen sich, dass das - ein dreiviertel Jahr dauernde - Provisorium der Vergangenheit angehört und wir wieder tolle Projekte umsetzen können. Doch überzeugen Sie sich selbst!

Die neue Holzwerkstatt...

Die neue Metallwerkstatt...

Sie meinen, es sieht so leer aus - da fehlt etwas?

Na klar, alle Lehrer*innen und Schüler*innen sind im Urlaub, endlich Sommerferien. Aber im September wird hier wieder Hochbetrieb sein und dann gibt es weitere Fotos von unseren neuen Projekten (mit Akteur*innen) - versprochen!

Unser neues Juwel in der Holzwerkstatt

Damit die Qualität unserer Fertigung in der Holzwerkstatt ab dem nächsten Schuljahr noch besser werden kann, haben wir die seit 5 Jahren erwartete neue Kreissäge bekommen. Sie ist ebenfalls zum Ende des Schuljahres technisch angeschlossen und betriebsbereit. Um die ausreichende Sicherheit für Lehrer*innen und Schüler*innen im Unterricht zu gewährleisten, werden alle Fachkolleg*innen nachträglich geschult, so dass wir hoffentlich nur Freude bei der Arbeit an der neuen Maschine haben werden. Unser Ziel ist es, so professionell wie möglich zu sein, um Schüler*innen im Fachbereich Wirtschaft-Arbeit-Technik für das Handwerk oder ein technisches Studium zu begeistern.

Pflichtunterricht

Im 7. Jahrgang wird das Fach WAT zweistündig epochal mit dem Fach Informationstechnische Grundbildung (ITG) unterrichtet. Das bedeutet, im 1. Halbjahr arbeitet die eine Hälfte der Klasse an der Planung, Herstellung und Beurteilung eines Produktes in den Werkstätten und die andere Hälfte an den Computerarbeitsplätzen. Im 2. Halbjahr ist es dann umgekehrt. Damit reduziert sich die Lerngruppe auf maximal 15 Schüler/innen für eine Lehrerin/einen Lehrer. So ist eine individuelle Förderung und ausreichende Sicherheit an den Maschinen gewährleistet.
 
Im 8. Jahrgang umfasst der Unterricht im Fach WAT ebenfalls 2 Stunden pro Woche. Die Klasse wird wieder geteilt, so dass eine Schülergruppe pro Lehrerin/Lehrer die Anzahl 15 nicht überschreitet. Dadurch ist es in einem weiteren Schuljahr möglich praktische Unterrichtsprojekte, beispielsweise zur gesunden Ernährung in der Lehrküche, durchzuführen. Gegen Ende des Schuljahres beginnt die Vorbereitung auf das Betriebspraktikum im 9. Jahrgang. Jede Schülerin/jeder Schüler ist aufgefordert, sich in den zu besuchenden Einsatzorten über die Organisation des Betriebes und die Anforderungen an die Berufsbilder zu informieren. Als Leitfaden dient dazu ein "Betriebspraktikumsheft", das der Schülerin/dem Schüler hilft, dieEindrücke zu dokumentieren.
 
Der 9. Jahrgang beginnt mit einer kurzen Erläuterung der wichtigsten Verhaltensregeln im 3-wöchigen Betriebpraktikum und der anschließenden Durchführung. Danach folgt meist ein reger Austausch der Eindrücke und Erfahrungen. Die erste konkrete Begegnung mit der Arbeitswelt stellt den Ausgangspunkt dar für eine Erarbeitung der einzelnen Bewerbungsschritte von der Ausbildungsplatzsuche bis zum Abschluss des Ausbildungsvertrages. Dazu gehören unter anderem: Erstellung einer Bewerbungsmappe, Erprobung von Einstellungstests und Simulation eines Vorstellungsgespräches. Der Unterricht erfolgt zweistündig pro Woche.
 
Im 10. Jahrgang intensiviert sich die Bewerbungssuche für einen Ausbildungsplatz oder die Fortsetzung des Schulbesuchs an einem Oberstufenzentrum. Der Unterricht erfolgt ebenfalls zweistündig pro Woche.

 

Pflichtunterricht im 7. Jahrgang

Beispiel Textilwerkstatt

Die Textilwerkstatt wurde nach aktuellen pädagogischen und fachlichen Gesichtspunkten eingerichtet. Durch die Anschaffung neuer Nähmaschinen an individuellen Arbeitsplätzen und den Kauf einer programmierbaren Stickmaschine konnten die Qualität und Kreativität bei der Herstellung textiler Gegenstände erheblich verbessert werden. Durch die klar strukturierte und zur Diskussion anregende Raumgestaltung wurde eine Ausgangssitituation für eine kritsche Auseinandersetzung zwischen heutigen Produktionsbedingungen von Textilien und den Modetrends der durch Werbung geprägten Einkaufwelt geschaffen.

Wandgestaltung in der Textilwerkstatt

Projekte des 7. Jahrgangs in der Textilwerkstatt

a) Herstellung eines Schlüsselanhängers

Ausgehend von sogenannten Prototypen werden verschiedene Grundtechniken der textilen Verarbeitung erarbeitet, bis eine selbstständige und arbeitsteilige Fertigung möglich ist. Es standen mehrere Varianten zur Wahl. Die erste Möglichkeit bestand im Besticken eines schwarzen Stoffes nach eigenen Wünschen mit Wörtern oder einer Kombination von Wörtern und Bildern (Programmierung der Stickmaschine). Die zweite Möglichkeit bestand in der Wahl eines gemusterten Stoffes mit einer bestimmten Zielsetzung (beispielsweise mit einem Auto-Motiv).

 

Die Produktion vollzog sich anhand der einzelnen dazu notwendigen Arbeitsschritte: Erprobung eines größengeeigneten Stoffmusters in Papierform, Übertragung des Musters auf den zu verwendenen Stoff, Ausschneiden des Stoffes, Nähen der Seitennaht mit Verriegeln sowie der Fertigung eines rechteckigen oder spitz zulaufenden Endes, Umsäumen der Kanten, das Umstülpen des Stoffes und das Einstanzen der Öse zur Aufnahme des Schlüsselringes.

 

Programmieren der Stickmaschine (Buchstabengröße,-form und Bilderauswahl, z.B. Herzen)

Anheften des Papier-Schnittmuster, Stoffmarkierungen mit Schneiderlineal und Kreide und fachgerechtes Ausschneiden

Nähen der Seitennaht und des spitz zulaufenden Endes

Umstülpen der genähten "Röhre"

Einschlagen des Lochs für die dann mit der Zange einzustanzende Öse