Aktuelle Projekte im Profil "Technik und Wirtschaft"

 

1. Erweiterung des Mensabereiches in den Pauseninnenhof

Eigentlich ist die Mensa für alle Schüler*innen zu klein. Deshalb entstand die Idee den angrenzenden Pausenhof stärker mit gemütlichen Sitznischen zu integrieren. Aktuell erweist sich diese Planung als sehr zukunftsweisend. Sitzen im Freien - besonders wichtig in Zeiten von Corona!

Wie man sieht, sind die Pflanzkübel mit rankenden Arten wie (Wilder) Wein, Hopfen und Trompetenbaum bereits fertig. Im Frühjahr zeigen sich zahlreiche Tulpen, Krokusse und andere Frühblüher. Wir sitzen also "im Grünen". Die Sitzbänke dazwischen brauchen noch eine Verkleidung. Das wird in diesem Schuljahr passieren. Wichtig ist, alle Planungsschritte - von der Idee bis zur Endfertigung - werden mit den Schüler*innen zusammen entwickelt. Alle beteiligen sich an der Entwicklung einer Konstruktionsidee und deren Umsetzung. Dabei gibt es Phasen des Ausprobierens und auch Wege, die in die Sackgasse führen. Am Ende steht aber immer ein solides Produkt, das in Technik und Design überzeugt.

 

2. Konstruktion des Favela-Stuhls

Eins unserer Hauptziele im Profil ist die Verwirklichung von Projekten im Sinne der Nachhaltigkeit. Angefangen hat das mit dem Bau einer Solaranlage, mit der Schüler*innen ihre Handys aufladen können, oder mit Upcyclingprodukten. Jetzt haben wir uns als Vorbild den Design-Klassiker Favela-Sessel des Designstudios Campana gesucht (im Internet unter diesem Begriff zu finden). Die beiden Campana-Brüder aus Brasilien fühlten sich bei ihrem Entwurf an die Armenviertel Rio de Janeiros erinnert. Aber nicht nur die Optik der Wohnhütten aus den Armenvierteln erinnert an die Sessel. Die Lebensumstände dort, die zum Gutteil auf dem Nutzen von Müll oder Restmaterialien basieren, wurden dann auch im Unterricht mit ihrem Nachhaltigkeitsaspekt zum Thema.

Zunächst einmal ging es allerdings für unsere 7. Klasse um das Thema Sitzen bzw. Sitzmöbel, also Stühle. - Ja, aber was ist eigentlich ein Stuhl? Wir untersuchten zunächst verschiedene Stühle auf verwendete Materialien, Maße und Funktionen. Es stellte sich auch die Frage, wie die Einzelteile zusammengesetzt sind. Wir konzentrierten uns dabei auf den Werkstoff Holz mit seinen Verbindungen. Um aussagekräftige Feststellungen treffen zu können, ist selber Ausprobieren am besten. Also haben die Schüler*innen in Gruppenarbeit eine Konstruktion mit mehreren verschiedenen einfachen Holzverbindungen hergestellt mit Bohrmaschine, Bandsäge, Akkuschrauber etc.

Bewertet wurde dann nach Kriterien wie Schwierigkeitsgrad, Arbeitsaufwand, Belastbarkeit und Aussehen. Aus diesen Konstruktionen konnten zwei provisorische stuhlartige Modelle zusammengeschraubt werden.

Als Erkenntnis blieb, dass dies alles recht schwierig und aufwendig ist. Der Favela-Sessel verfolgt dagegen ein einfacheres Konzept. Die vielen kleinen Holzteile mit ihrer Vielzahl an Verbindungspunkten ergeben in ihrer Gesamtheit ausreichend Stabilität auch ohne die Passgenauigkeit einer guten Holzverbindung. Um dies praktisch zu erfahren, haben die Schüler*innen wieder in Gruppen Modelle (Vorderbein und Hinterbein mit Querverbindung) im „Favelaverfahren“ aus Restholzstücken gebaut.

Hier wurde aber noch genagelt. Das ist im Prozess und bei unseren Endprodukten zugunsten von Leimen mit Leimzangen und Zwingen noch weiterentwickelt und vereinfacht worden. Solche Verbesserungen und Vereinfachungen gehören zum entscheidenden Erkenntnisprozess bei Projekten.

Unsere Favela-Stühle wurden auch wieder in vier Gruppen gebaut. Die Schüler*innen waren unterdessen in der 8. Klasse (Coronazwangspausen und ebensolche Unterrichtseinschränkungen haben das Projekt in die Länge gezogen). Begonnen wurde mit einer grob standardisierten zusammengeschraubten instabilen Lattenkonstruktion, die dann im „Favelaverfahren“ mit Leistenresten und Restholzklötzen stabilisiert wurde, ganz nach den Vorstellungen in der Gruppe. Der Austausch in der Gruppe war nicht immer einfach und zielgerichtet. Aber gerade Teamarbeit muss gelernt sein und kann deshalb nicht oft genug eingeübt werden.

Neben der Holzwerkstatt kam auch unsere Textilwerkstatt zum Einsatz, um für erhöhten Sitzkomfort der Stühle zu sorgen. Alte Schaumstoffreste wurden eventuell zugeschnitten und mit Reststoffen überzogen, die natürlich zugeschnitten, besäumt und zusammengenäht werden mussten nach kurzen Proben an den Nähmaschinen.

Die scheinbar so einfachen Stühle sind jeweils die Ergebnisse von vielen Überlegungen, Maße nehmen, intensiver Zuschnitt-,  Einpass-, Schleif- und Näharbeit. Abfallstücke, die auch mit Hilfe der Schüler*innen gesammelt wurden, sind zu einem hochwertigem Handwerks- und Designprodukt veredelt worden. Das „Favela-Verfahren“ prägt jede der Konstruktionen und führt gestalterisch zu vier irgendwie ähnlichen Stühlen aber trotzdem vier Unikaten.

Die Stühle stehen nun wartenden Eltern und anderen Personen an prominenter Stelle vor dem Sekretariat im Schulflur zur Verfügung. Und weil der zur Zeit noch zwischen den Stühlen stehende Tisch so gar nicht zum Favela-Stuhl-Design passt, planen wir nun auch noch einen Favela-Tisch.


 

3. Bau einer Hängematte in Kooperation mit dem Fachbereich Kunst

Fertigung der Hängevorrichtung für eine Hängematte in 3 Phasen

Phase 1 - Um unser Schulgelände attraktiver zu gestalten, entstand die Idee zur Entspannung in den Pausen für die Schüler*innen Hängematten aufzustellen. Zufällig erreichte uns zu dieser Zeit ein Vorschlag zum Bau von Hängematten, nicht - wie allgemein üblich - aus Stoff, sondern aus Holz! Gesammelte Äste aus der Umgebung mussten dazu durchbohrt und außen soweit geglättet werden, dass keine Verletzungen entstehen können. Vergleichbar dem Massagesitz mit Holzkugeln in Autos entstand ein Hängemattentyp der etwas anderen Art.

Phase 2 - Diese Hängematten lagen nun bereit und warteten auf die Haltepunkte, woran sie befestigt werden müssen. Unsere erste Idee mit Palmen mussten wir aufrgrund des fehlenden Klimas wieder verwerfen. Ebenso die Idee die vorhandenen Bäume dafür zu nutzen. Erstens standen die Bäume nicht an der richtigen Stelle und zweitens werden die Bäume durch den Zug des Seils nachhaltig geschädigt. Blieb also nur die Möglichkeit selbst eine Hängekonstruktion zu entwerfen. In Kooperation mit dem Fachbereich Kunst fertigten die Schüler*innen aus Baumstämmen kleine Objekte zum Aufstecken auf die Halteröhren. Vergleichbar einem Fleischspieß. Wenn es mit den Palmen auf der Südseeinsel schon nicht klappt, sollten es wenigstens Motive aus dem Paradies sein - tropische Früchte und Figuren. In diesem Zusammenhang möchten wir uns beim Naturschutz- und Grünflächenamt Lankwitz bedanken, das uns die Baumstämme freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Phase 3 - In diesem Schuljahr galt es nun die Hängevorrichtung vor Ort aufzubauen. Dazu mussten 1 Meter tiefe Löcher gegraben werden, was bei dem stark verdichteten und lehmhaltigen Boden wirklich schwere Arbeit bedeutet. Doch die Schüler*innen entwickelten enorme Kräfte und Motivation das Ziel zu erreichen. Im zweiten Schritt wurden die Edelstahlröhren im Fundamentbereich mit Querstangen versehen, so dass sich die Stabilität im Boden verbessert. Zuerst mussten die Stangen in der richtigen Lage fixiert werden und dann wurden die unterirdischen Teile der Röhren einzementiert - Schicht für Schicht: Zement ausschütten, Wasser darauf gießen und gleichmäßig mit dem Zement mischen, Steine dazwischen legen und wieder eine neue Schicht beginnen bis knapp unter der Oberfläche wieder Erde und Rasen dazukommen.

 

4. Bau von Litfaß-Säulen im Foyer-Bereich der Schule - das Eckige wird zum Runden!

Unser Schulgebäude ist damals als Ersatzbau für die asbestverseuchte Gesamtoberschule aus Fertigbauteilen entstanden, d.h. alles ist quadratisch und rechtwimklig. Die Schulgemeinschaft beschloss dies im Eingangsbereich der Schule zu ändern. Zwei Deckenträger sollten eine runde Umhüllung bekommen, wie das der Herr Litfaß vor über 100 Jahren schon für die Straße vorgemacht hat. Wieder waren Ideen zur Lösung des Problems gefragt. In Zusammenarbeit mit unserem Werkstattmeister Herrn Sauer gab es dann auch einen genialen Plan wie man aus dem Eckigen etwas Rundes machen kann. Wie man den folgenden Bildern entnehmen kann, haben wir eine skelettartige Unterkonstruktion mit Plattenüberug  entwickelt. Viele kleine Arbeitsschritte waren nötig. Ausdauer und Präzisioo gefragt. Aber auch Teamwork, bei so großen Bauteilen müssen die Arbeitsschritte gut aufeiander abgestimmt sein. Noch sind wir nicht fertig aber bald werden an den Säulen Ankündigungen von Schulveranstaltungen und wichtige Mitteilungen hängen, damit keine/ keiner der Schüler*innen mehr etwas verpasst.

 

 

Weitere Themenschwerpunkte für das Schuljahr 2020-21

Wir haben uns wieder viel vorgenommen...

                   * Profil 1

Jahrgänge

7

8

9

10

Optimierung des Einsammelns von Pfandflaschen

Immer wieder finden sich Pfandflaschen auf dem Gelände der Schule. Wir wollen nach Möglichkeiten suchen, wie man Schüler*innen motivieren kann die Rückführung der Flaschen ins Recyclingysystem zu unterstützen.

 

Programmierung als Grundqualifikation der Zukunft

 

Kaum ein Arbeitsgebiet kommt heute ohne Computer aus. Auch wenn oft im Alltag nur die Anwenderseite zum Tragen kommt, ist es doch hilfreich etwas über die Entstehung der Programmierung zu wissen. Auf Grundlage des bekannten LEGO-Mindstorms-System lernen die Schüler*innen wie kleine Roboter mit Sensoren und Motoren gesteuert werden können.

"urban gardening" im Klassenraum

Das Bewußtsein für regionales und jahreszeitliches Obst und Gemüse ist besonders in Coronazeiten gestiegen. Unsere Antwort darauf ist, sich Gedanken darüber zu machen wie man selbst Pflanzen zur Ergänzung der gesunden Ernährung ziehen kann. Wir experimentieren mit Kräutern und Wintergemüse im "Gewächshaus Klassenraum".

 

 

 

 

Holz als nachwachsender Rohstoff - das Schneidebrett für die Küche!

Einheimische Hölzer aus einem ökologisch bewirtschafteten Wald ist die umweltverträgliche und klimafreundliche Alternative zu Tropenholz oder Kunststoff. Dank unserer professionellen Werkstattausstattung fertigen wir aus einer Holzbohle in vielen kleinen Arbeitsschritten ein Schneidebrett, das jedem Vergleich mit hochwertigen Angebotewnb im Handel stand hält.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Profil 2

Saisonale und regionale Ernährungsgrundlagen

Wir erproben Gerichte mit Obst und Gemüse aus einheimischen Angebot. Unserer Lehrküche wird zum Feinschmeckerlabor.

 

 

 

Unser Vorbild:                der Favela-Stuhl

https://shop.design-museum.de/Miniaturen/Miniatur-Favela.html

Diesmal wagen wir uns an ein DesignerObjekt! Die Idee aus Reststücken etwas neues zu konstruieren, haben wir schon oft umgesetzt. Doch in diesem Fall ist es  ein ganz besonderes Vorbild. Ein in den Slums von Rio de Janeiro entstandener Stuhl, der es bis zum Kultstatus geschafft hat.Dabei erproben wir verschiedene Eckverbindungen für Holz und testen deren Belastbarkeit. Das Ergebnis soll ein alltagstauglicher und ästhetisch ansprechender Stuhl sein.

Made in Japan

In Asien hat die Herstellung von Lampinions eine lange Tradition. Besonders Japan hat diese Konstruktionen zu einer Perfektion entwickelt. Wir versuchen aus Holzresten Grundgerüste zu bauen, in die mit Papier bespannte Drahtgestelle eingearbeitet werden. Selbstverständlich verwenden wir  Drahtreste und Fehlkopien aus der Druckerei

 

 

 

 

 

 

 

Bionik - von der Natur lernen

Viele geniale Konstruktionen sind von der Natur abgeguckt! Die Natur hat in innerhalb der Evolution Materialen und Bauweisen entwickelt, die für viele technische Probleme eine Lösung anbieten können. Man denke etwa an Spinnenfäden (schusssichere Westen), Füße von Geckos (Kleben), fächerartige Blätter von Palmen (Wellblech) oder Bambusstangen (Rohre). Wir analysieren die Vorbilder von Pflanzen/Tieren und ziehen Vergleiche zu technischen Konstruktionen.

 

 

 

 

 

Unsere Schule soll schöner

Besonders in Coronazeiten wird der Bereich außerhalb des Schulgebäudes zunehmend wichtiger. In diesem Zusammenhang erweitern wir den Mensabereich in den Innenhof des Pausengeländes. Wir bauen Pflanzkübel und Sitzbänke, um auch draußen angenehm mit Freund*innen sitzen zu können.

 

Profil Technik und Wirtschaft (TeWi)

Wenn Du mindestens 4 Fragen mit „Ja“ beantworten kannst - dann bist du ein Favorit für das Profil Technik und Wirtschaft!

Technik

Dir haben die Fächer „Sachunterricht“ und später „Natur und Technik“ in der Grundschule immer viel Spaß gemacht?
Du hast das Gefühl, in technischen Dingen immer etwas mehr zu wissen als andere?
Du möchtest professionell mit den Werkstoffen Holz, Metall und Kunststoff arbeiten?
Du reparierst dein Fahrrad selbst, bist eine helfende Hand, wenn ein Möbelstück zusammen gebaut werden soll oder probierst ständig neue Möglichkeiten mit deinem Handy aus?
Für dich ist Technik nicht „Basteln“, sondern einen Herausforderung bei der theoretisches Wissen durch praktisches Konstruieren und Verwirklichen von Ideen überprüft werden kann?
Deutschland als Land der Erfinder braucht Nachwuchs! Eine sichere Berufsperspektive und guten Verdienst bieten fast alle Ingenieursberufe. Das geht mit dem MSA und dem Abitur. Mit dem Profil TeWi bist du gut vorbereitet und womit du die Ausbildung beginnst, bestimmst du selbst!
 

Wirtschaft

Du kannst gut mit deinem Taschengeld umgehen und hast Spaß am Fach Mathematik?
Dich fasziniert Geld, du möchtest erfahren, wie man mehr daraus macht und alles über Banken und Börsen wissen?
Du sorgst dich um die Zukunft unseres Planeten und interessierst dich für Klimaschutz und Energien der Zukunft?
Für dich ist Globalisierung kein Schlagwort, sondern du machst dir Gedanken, unter welchen Arbeitsbedingungen deine Jeans genäht wurde?
Du möchtest die Welt der Politik verstehen, wenn über Finanzkrisen und Euro-Rettungsschirme in den Nachrichten gesprochen wird?

Die Wege des Geldes im Alltag zu verstehen, kann Spaß machen und ist gut für die eigene Finanzplanung. Dein Alltag hat viel mehr mit wirtschaftlichen Zusammenhängen zu tun, als du denkst. Dies zu verstehen macht unabhängig und erfolgreich, egal wo du später arbeitest oder lebst.
 
Wir 
  • arbeiten in Werkstätten mit Maschinen und Werkzeugen wie in entsprechenden Firmen
  • haben einen Werkstattmeister, der uns professionell berät
  • verbinden Theorie und Praxis durch konkrete Projekte
  • integrieren die Informatik, wenn es um Programmierung von Robotern (ROBERTA) oder computergesteuerte Fertigung geht
  • beteiligen uns als aktiv an der räumlichen Umgestaltung des Schulgebäudes und -geländes
  • haben junge Lehrernnen und Lehrer, die das Fach Wirtschaft studierten und entsprechend fachlich qualifiziert sind
  • gehen von Alltagserfahrungen aus, um daran komplexere Zusammenhänge fächerverbindend zu erklären und praxisnah auszuprobieren
  • verstehen uns als Lernort sozialer Verantwortung, nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz im Rahmen der Globalisierung
  • helfen bei der Orientierung zur Berufsvorbereitung für eine Ausbildung oder für ein Studium